Schaltanlage und technische Komponenten einer Energieanlage

    Messwert und Rückmeldung

    Analoge Rückmeldung der Einspeiseleistung nachrüsten

    Ein vorhandener Datenlogger kann die aktuelle Einspeiseleistung digital erfassen, ohne ein vom Netzbetreiber erwartetes analoges Signal bereitzustellen. Dann fehlt nicht der Messwert selbst, sondern eine geeignete und nachvollziehbar skalierte Übergabe.

    Die Nachrüstung muss klären, welcher Messwert maßgeblich ist, wie er ausgelesen wird und wie daraus ein belastbares 4 bis 20 mA Signal für die Fernwirktechnik entsteht.

    Technische Prüfung

    Wo Fehler bei der analogen Rückmeldung entstehen

    Falsche Messquelle

    Der verwendete Wert entspricht nicht der Einspeiseleistung am maßgeblichen Messpunkt.

    Unklare Skalierung

    Messbereich, Einheit und Zuordnung des 4 bis 20 mA Signals sind nicht eindeutig abgestimmt.

    Fehlende Umsetzung

    Der digitale Messwert ist vorhanden, wird aber nicht in ein analoges Ausgangssignal übertragen.

    Unplausible Rückmeldung

    Vorzeichen, Grenzwerte oder Messrichtung führen zu einer falschen Anzeige beim Netzbetreiber.

    Schreiben des Netzbetreibers technisch prüfen lassen

    Einordnung

    Die aktuelle Einspeisung als Teil der Fernwirkstrecke

    Bei Erzeugungsanlagen und Speichern ab 100 kW sowie bei fernsteuerbaren Anlagen müssen Netzbetreiber die aktuelle Einspeisung abrufen können. Die technische Ausführung hängt von Anlagenleistung, Vergütungsmodell, Inbetriebnahmedatum und vorhandener Messtechnik ab.

    Eine analoge Rückmeldung muss den vereinbarten Messbereich eindeutig abbilden. Messquelle, Skalierung, Signalrichtung und Verhalten bei ungültigen Werten müssen deshalb gemeinsam betrachtet und dokumentiert werden.

    Vorgehen

    Vom digitalen Messwert zum analogen Signal

    01

    Messwert festlegen

    Den maßgeblichen Wert am Netzverknüpfungspunkt und seine Datenquelle bestimmen.

    02

    Ausgabe projektieren

    Eine geeignete Umsetzung vom vorhandenen Datenprotokoll auf 4 bis 20 mA planen.

    03

    Skalierung abstimmen

    Messbereich, Einheit, Vorzeichen und Grenzfälle mit der Datenpunktliste abgleichen.

    04

    Signal prüfen

    Mehrere Betriebspunkte vergleichen und die Rückmeldung nachvollziehbar dokumentieren.

    Projekterfahrung

    Übertragbares Grundkonzept für Bestandsanlagen

    Für vergleichbare Bestandsanlagen wurden die Messdaten bereits remote geprüft, die Signalumsetzung projektiert, die Steuerung konfiguriert und vollständige Unterlagen für Montage und Inbetriebnahme erstellt. Das Grundkonzept lässt sich auf weitere Anlagen übertragen und an die jeweilige Messtechnik und Netzbetreibervorgabe anpassen.

    Vorbereitung

    Unterlagen für eine erste technische Einschätzung

    • Schreiben oder Datenpunktliste des Netzbetreibers
    • Anlagenleistung und Netzverknüpfungspunkt
    • vorhandene Zähler, Datenlogger, Regler und Gateways
    • Übersichtsschaltplan oder Kommunikationsschema
    • gesetzte Frist
    • vorhandener Fernzugriff

    Anhand dieser Angaben lässt sich kurzfristig einschätzen, welche Signale fehlen, welche vorhandenen Komponenten weiterverwendet werden können und ob die Nachrüstung remote vorbereitet werden kann.

    Technische Einschätzung anfragen

    FAQ

    Häufige technische Fragen

    Warum reicht der Messwert im Datenlogger nicht aus?
    Der Messwert kann intern verfügbar sein, während der Netzbetreiber eine andere Übergabe erwartet. Dann ist eine technische Umsetzung auf die vereinbarte Signalart erforderlich.
    Was muss bei einem 4 bis 20 mA Signal festgelegt werden?
    Messgröße, Messbereich, Einheit, Skalierung, Vorzeichen, Signalrichtung und das Verhalten bei ungültigen Werten müssen eindeutig dokumentiert sein.
    Kann die Signalumsetzung vorbereitet werden, ohne vor Ort zu sein?
    Datenpunktabgleich, Auswahl der Messquelle, Skalierung und Dokumentation lassen sich bei vorhandenen Unterlagen remote vorbereiten. Der elektrische Anschluss und die Messung erfolgen vor Ort.